KBV befürchtet mehr Bürokratie durch Terminservice- und Versorgungsgesetz

Berlin – Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz könnte mit seinen vielen regulatorischen Vorgaben den Verwaltungsaufwand in den Arztpraxen weiter erhöhen. Diese Sorge hat Thomas Kriedel, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Vorfeld eines Symposiums zum Abbau von Bürokratie im Gesundheitswesen am 11. September geäußert.
„Für die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten stellt die überbordende Bürokratie nicht nur ein großes Ärgernis dar, sie kostet einfach auch viel zu viel Zeit“, kritisierte Kriedel. Jede Praxis müsse bereits heute jährlich im Schnitt 60 Arbeitstage für reine Verwaltungsaufgaben aufwenden.
Die KBV fordert langfristig einen Bürokratieabbau von 25 Prozent. Dieses Abbauziel soll gesetzlich verankert werden und damit für alle Beteiligten gelten. Dann stünden den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten pro Jahr zusätzlich rund 13,5 Millionen Stunden für die Versorgung der Patienten zur Verfügung.
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