Ärzteschaft

KBV startet Anfang Mai bundesweite Befragung zur Digitalisierung in Praxen

  • Mittwoch, 25. April 2018
/everythingpossible, stock.adobe.com
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Berlin – Mit einer Befragung will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ermitteln, welche elektronischen Angebote die rund 165.000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten bereits nutzen und welche Rolle diese im Arbeitsalltag spielen. Für dieses „PraxisBarometer Digitalisierung“, wird das IGES-Institut ab Anfang Mai rund 6.000 Ärzte und Psychotherapeuten anschreiben.

„Es gibt bisher kaum fundierte Daten dazu, wie digital die Praxen bereits sind, wo es noch klemmt und was sich die Mitglieder vielleicht wünschen“, erläuterte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Die Befragungsergebnisse sollen dabei helfen, die Arbeit der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) genauer auf die Bedürfnisse der Praxen auszurichten, um so eine sinnvolle Digitalisierung in der ambulanten Versorgung voranzubringen.

Fragen zur Alltagsnutzung

Neben der Frage nach der digitalen Nutzung widmen sich einige Fragen auch der Kommunikation mit anderen Ärzten und Psycho­thera­peuten, Patienten, Kranken­häusern, KVen sowie den Krankenkassen und Behörden. Darüber hinaus sollen sich Ärzte und Psychotherapeuten dazu äußern, welche Chancen und Risiken sie bei der digitalen Entwicklung sehen. Zudem werden sie nach Einsatzbereichen gefragt, in denen eine Digitalisierung aus ihrer Sicht sinnvoll ist.

„Mit dem PraxisBarometer Digitalisierung geben wir den Ärzten und Psychothera­peuten die Chance, bei der konkreten Ausgestaltung der Digitalisierung mitzu­bestimmen“, betonte Kriedel. Die teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten können den Fragebogen bis Mitte Juni online ausfüllen – es ist aber möglich, ihn in Papierform anzufordern und zu beantworten. Die Beantwortung der Fragen dauert rund 15 Minuten. „Alle Daten werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Mit den Ergebnissen ist im Herbst zu rechnen“, hieß es aus der KBV. 

Das „PraxisBarometer Digitalisierung“ 2018 ist die erste Befragung dieser Art in der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Versorgung. Die KBV kündigte an, sie in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um so die Entwicklung der Digitalisierung in den Praxen abzubilden.

hil

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