KBV und NAV-Virchow-Bund befragen niedergelassene Ärzte

Berlin – Im Februar startet der neue Ärztemonitor, in dessen Rahmen das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des NAV-Virchow-Bundes rund 11.000 Ärzte und Psychotherapeuten befragt. Darauf hat die KBV heute hingewiesen.
Ziel ist es, ein aktuelles Bild über die reale Situation der Niedergelassenen in Deutschland zu erhalten und die berufspolitische Arbeit noch mehr an den Bedürfnissen der Ärzte und Psychotherapeuten auszurichten. Nach 2012, 2014 und 2016 ist es die vierte Befragung dieser Art.
13 Minuten für wichtige Erkenntnisse
„Sind Sie derzeit selbständig oder angestellt tätig? Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit Ihren Arbeitsbedingungen als angestellter Arzt? Wieviel Zeit müssen Sie für Bürokratie aufwenden?“, sind einige der Fragen, die infas im Telefoninterview stellen wird. In den vergangenen Jahren hat ein solches Interview rund 13 Minuten gedauert.
Laut dem Ärztemonitor 2016 waren vor zwei Jahren mehr als 90 Prozent der niedergelassenen Ärzte in Deutschland mit ihrer Arbeit zufrieden. 96 Prozent von ihnen machte die Arbeit Spaß und 98 Prozent fanden sie nützlich und sinnvoll.
Es sei bemerkenswert, dass die Zufriedenheitswerte mit der eigenen Arbeit seit der ersten Befragung im Jahr 2012 unverändert hoch ausgefallen seien, kommentierte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen damals das Umfrageergebnis. Er interpretiere das Ergebnis aber auch dahingehend, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen und die KBV gute Arbeit leisteten.
Trotz der hohen Zufriedenheitswerte beklagten jedoch 56 Prozent der Ärzte, sie hätten zu wenig Zeit für ihre Patienten. 29 Prozent der Befragten antworteten auch, sie fühlten sich durch ihre Arbeit ausgebrannt.
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