Hochschulen

Keine Einigung bei Verhandlungen für Uniklinikum Gießen und Marburg

  • Dienstag, 20. Februar 2024
/picture alliance, Christian Lademann
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Gießen/Marburg – Bei den Tarifverhandlungen für die nicht ärztlichen Beschäftigten des Universitätsklini­kums Gießen und Marburg ist gestern keine Einigung erzielt worden. Nach den rund zehnstündigen Gesprä­chen habe man sich auf den 6. März vertagt, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm gestern Abend.

Parallel zu den Verhandlungen hatte die Gewerkschaft auch erneut an beiden Standorten des Klinikums zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, allerdings in geringerem Umfang als in der vergangenen Woche. Verdi fordert für die rund 7.000 nicht ärztlichen Beschäftigten des privatisierten Uniklinikums elf Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 600 Euro mehr.

Die Geschäftsführung des Klinikums hatte die Warnstreiks in der vergangenen Woche als „vollkommen un­nö­tig“ kritisiert. Neben einer Inflationsprämie hatte sie den Mitarbeitenden eine Entgelterhöhung von mindes­tens 300 Euro pro Monat angeboten, eine tarifliche Erhöhung um einen Sockelbetrag von 100 Euro zum 1. Juni dieses Jahres sowie eine weitere tarifliche Steigerung um 5,5 Prozent zum 1. Januar 2025.

Dieses Angebot sei im Verlauf der Verhandlungen nachgebessert worden, sagte Dzewas-Rehm. Bei den Ge­sprächen sei es etwa um Fragen der Laufzeit sowie darum gegangen, wann Lohnerhöhungen kommen. Neue Warnstreiks solle es vorerst nicht geben. Erst am 6. März werde dann parallel zur vierten Verhandlungsrunde wieder zu Arbeitsniederlegungen an beiden Standorten des Klinikums in Gießen und Marburg aufgerufen; in ähnlichem Umfang wie gestern.

Der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Gunther Weiß, hatte vorab erklärt, man sei bereit, in dieser Verhandlungsrunde „zu einem vernünftigen, tragfähigen Kompromiss zu kommen“. Die Gewerkschaft wisse, „dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des UKGM nicht überstrapaziert werden darf“, so Weiß.

Das Klinikum ist nach Unternehmensangaben das drittgrößte Universitätsklinikums Deutschlands. An den beiden Standorten Gießen und Marburg werden jährlich rund 436.000 Patienten in 80 Kliniken mit zusammen 2.230 Betten versorgt.

dpa

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