Kinderärztliche Versorgung in Templin wird ambulant

Potsdam – In Templin ist die wohnortnahe medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen langfristig gesichert. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Krankenkassen haben dafür einen entsprechenden Vertrag geschlossen.
„Erstmalig in Brandenburg übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Verlagerung von Leistungen aus dem Krankenhaus in den ambulanten Bereich“, sagte Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der KVBB. Er sprach von einer „sehr guten Nachricht“ für die medizinische Versorgung.
Wie die KVBB mitteilte, haben sich Kassen und KVBB im Zuge der Ambulantisierung des Templiner Krankenhauses und des Aufbaus eines Ambulant-Stationären Zentrums (ASZ) darauf verständigt, die ambulante Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter auf- und auszubauen.
In Templin wird der Nachwuchs derzeit in einer Kinderarztpraxis sowie im ASZ medizinisch versorgt. Kinder und Jugendliche, für die unter Umständen ein stationärer Aufenthalt medizinisch notwendig sein sollte, werden im ASZ in einer Überwachungseinheit betreut und beobachtet. Dort wird entschieden, ob die Patienten ambulant oder stationär weiterbehandelt werden müssen.
Im ersten Halbjahr 2020 konnten laut KVBB 94 Prozent der überwachten Kinder und Jugendlichen wieder ambulant entlassen werden. Sechs Prozent der Betroffenen wurden stationär im Klinikum Eberswalde versorgt.
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