Kniegelenkersatz: Patella-Resurfacing erzielt in Langzeitstudie leichte Vorteile

Oxford – Ein Patella-Resurfacing hat in einer randomisierten Studie die funktionellen Ergebnisse eines Kniegelenkersatzes langfristig nur tendenziell verbessert. Durch einen geringeren Aufwand in der Nachsorge über 20 Jahre ist die Behandlung nach den jetzt im Lancet (2026; DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00652-5) publizierten Ergebnissen jedoch kostenneutral, und sie könnte am Ende zu einem Gewinn an gesunden Lebensjahren führen. Beim Patella-Resurfacing wird die Rückseite der Kniescheibe entfernt und durch eine Kunststoffprothese ersetzt.
Bei einer Totalendoprothese des Kniegelenks bleibt die Patella in der Regel erhalten. Die Reibung mit dem künstlichen Kniegelenk kann später jedoch zu Schmerzen führen. Die britische KAT-Studie („Knee Arthroplasty Trial“) hat ab 1999 untersucht, ob ein Patella-Resurfacing vor späteren Gelenkbeschwerden schützen kann. Insgesamt 1.715 Patientinnen und Patienten im mittleren Alter von 70 Jahren waren damals auf eine alleinige Endoprothese oder ein zusätzliches Patella-Resurfacing randomisiert worden.
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