Knocheninfektionen: Antibiotikaimplantate können Dauer der systemischen Therapie verkürzen

Oxford – Die Dauer einer systemischen Antibiotikatherapie kann bei Menschen mit Knocheninfektionen, die zur lokalen Behandlung ein Antibiotikaimplantat erhalten, von 4 auf 1 Woche verkürzt werden. Das ist das Ergebnis einer europäischen Studie, deren Ergebnisse auf der Jahrestagung der European Bone and Joint Infection Society (EBJIS) in Porto vorgestellt und im New England Journal of Medicine (2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2506756) publiziert wurden.
Infektionen in Knochen und Gelenken sind häufig kompliziert, weil die Bakterien tief in das Knochenmark vordringen und dort wegen einer schlechteren Durchblutung schwer von Medikamenten erreicht werden. Die Behandlung besteht aus der Entfernung des infizierten Knochens (Débridement) oder des infizierten Kunstgelenks, gefolgt von einer systemischen Antibiotikatherapie über mindestens 4 Wochen.
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