Krankenkassen investierten mehr als halbe Milliarde Euro in Prävention

Berlin – Die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat im vergangenen Jahr mehr als 544 Millionen Euro für Gesundheitsförderung ausgegeben. Das entspricht 7,49 Euro je Versicherten. Der gesetzlich vorgesehene Orientierungswert liegt bei 7,34 Euro. Das geht aus dem neuen Präventionsbericht 2019 des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) hervor.
Die Zahlen machten deutlich, dass sich die Krankenkassen mit Überzeugung für Gesundheitsförderung und Prävention engagierten, sagte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, bei der Vorstellung des Präventionsberichtes. Nachhaltig und durchgreifend sei Prävention aber vor allem dann, wenn Kommu- nen gesundheitsfördernde Strukturen etablierten, in denen das GKV-Engagement wirksam werden könne.
Immer wichtiger wird laut dem Bericht die betriebliche Gesundheitsförderung. Die Ausgaben dafür beliefen sich im vergagenen Jahr auf 172 Millionen Euro und lagen damit um acht Prozent höher als im Vorjahr. Die Maßnahmen erreichten 2,2 Millionen Beschäftigte in knapp 20.000 Betrieben.
Wichtig sind auch die Maßnahmen in Lebenswelten wie Kindertagesstätten, Schulen und Stadtteilen. Die Ausgaben dafür beliefen sich 2018 auf 158 Millionen Euro. Insgesamt wurden dadurch 4,6 Millionen Menschen erreicht. Inhaltlich konzentrierte sich der Großteil der Aktivitäten auf die Themen Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit.
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