Krankenkassen unterstützen Präventionsforschung

Berlin – Ab dem kommenden Jahr wird das „GKV-Bündnis für Gesundheit“ Forschungsvorhaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten fördern. Zunächst soll es dabei um das Thema „Geschlechtsspezifische Besonderheiten bei Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten“ gehen.
Staatliche und nicht staatliche Hochschulen, universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie gemeinnützige Körperschaften, zum Beispiel Vereine oder Stiftungen, können sich ab sofort mit ihren Projekten bewerben.
„Durch praxisorientierte Forschung können wir Angebote besser auf die Bedürfnisse der Menschen zuschneiden und deren Gesundheitschancen erhöhen“, sagte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands.
Neben Maßnahmen, die auf das Verhalten Einzelner zielten, seien dazu auch Veränderungen von Strukturen und Verhältnissen in den Lebenswelten, zum Beispiel in Schulen, erforderlich. Ziel der aktuellen Förderrunde sei, geschlechtsspezifische Besonderheiten besser zu verstehen und in der Gesundheitsförderung zu berücksichtigen, so Kiefer.
Laut GKV-Spitzenverband fehlen fundierte Erkenntnisse dazu, wie geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Gesundheitsförderung zustande kommen, wie sie erfasst werden können und wie die Prävention diese Unterschiede adäquat berücksichtigen könnte. „Zwar gibt es erste wissenschaftliche Studien, die sich mit der Thematik beschäftigen, umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse liegen jedoch nicht vor“, hieß es aus dem Verband.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Forschende sollen zunächst eine Projektskizze einreichen. Nach einer positiven Begutachtung dieser Skizze sollen sie einen vollständigen Förderantrag stellen. Das „GKV-Bündnis für Gesundheit“ ist eine gemeinsame Initiative der Krankenkassen.
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