KV Bayerns verstärkt Engagement gegen Unterversorgung

München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ergreift weitere Maßnahmen gegen eine ärztliche Unterversorgung. Dazu hat sie die Förderbeträge für Hausärzte im Planungsbereich Donauwörth Nord (Schwaben) und für HNO-Ärzte im Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz) um 25 Prozent erhöht.
Eine Niederlassung wird in den betreffenden Regionen nun mit bis zu 112.500 Euro statt bisher mit bis zu 90.000 Euro gefördert. Eine Filialpraxis kann mit bis zu 28.125 Euro statt bisher mit bis zu 22.500 Euro bezuschusst werden. Auch die Förderungen für die Anstellung eines Arztes und die Zuschüsse zu den hierbei entstehenden Investitionskosten wurden entsprechend erhöht.
Außerdem bietet die KV Bayerns interessierten Ärztinnen und Ärzten der betreffenden Fachgruppen in den beiden Regionen auch die Möglichkeit einer Anstellung in einer KV-Praxis.
Dieses Angebot soll den Ärzten den Start in eine eigene Praxis erleichtern und hat das Ziel, dass der angestellte Arzt die KVB-Praxis nach spätestens zwei Jahren übernimmt und in eigener Niederlassung weiterführt. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine von der KV ausgestattete Praxis als Vertragsarzt in eigener Niederlassung direkt zu nutzen.
Für die Hausärzte im Landkreis Donauwörth Nord und die HNO-Ärzte im Landkreis Tirschenreuth hatte der dafür Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bereits im November 2021 eine Unterversorgung festgestellt.
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