KV-Connect-Anwendungen sollen möglichst bald eingestellt werden
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mahnt Softwarehersteller, Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Datenannahmestellen, möglichst zeitnah alle verbleibenden Anwendungen der Kommunikationsplattform KV-Connect vollständig abzulösen. Ihre Anwenderinnen und Anwender sollen sie auf den Umstieg zum Dienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) hinweisen.
Denn am 20. Oktober, also in sechs Monaten, wird der Dienst endgültig abgeschaltet. Es wurde seit über zehn Jahren von der KBV-Tochtergesellschaft kv.digital im Auftrag der KBV und der KVen betrieben.
Alle technisch migrierbaren KV-Connect Anwendungen seien im Vorfeld der Abschaltung erfolgreich auf den Nachfolgestandard KIM umgestellt worden. Dazu gehören laut KBV unter anderem die Dienste 1ClickAbrechnung, eDMP, eHKS, QSPB, eDokumentation sowie eArztbrief und eNachricht.
Da sich KIM inzwischen als Standard für die sichere Kommunikation im Gesundheitswesen etabliert habe, sei ein paralleler Betrieb von KV-Connect nicht mehr erforderlich.
Für den 116117 Terminservice würden zudem seit Januar 2025 neue, FHIR-basierte Schnittstellen zur Verfügung stehen. Sie sollen die bisherigen KV-Connect-Schnittstellen für Abrechnungsinformation und Vermittlungscode ersetzen.
Die neuen Schnittstellen seien seit dem 1. April 2025 produktiv im Einsatz. Mit der Abschaltung des Dienstes KV-Connect können dessen Schnittstellen nicht mehr verwendet werden.
Bereits jetzt nehme ein Großteil der KVen Abrechnungen über KIM an. Weitere Anwendungen würden sich in Vorbereitung befinden. Auch erste Datenannahmestellen für das eDMP nähmen ebenfalls bereits teil, weitere würden planen, im Laufe des zweiten Quartals eDMP via KIM anzunehmen.
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