KV Hamburg drängt auf angemessene Vergütung für hausärztliche Steuerung

Hamburg – Die hausärztliche Steuerung im künftigen Primärversorgungsmodell angemessen zu vergüten, hat die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg (KVH) gefordert.
„Mit der Einführung eines Primärarztsystems in der ambulanten Versorgung kommt den Hausärztinnen und Hausärzten eine noch zentralere Rolle zu. Diese verantwortungsvolle Mehrarbeit erfordert eine zusätzliche spezifische Vergütung“, heißt es in einer neuen Resolution der VV.
Der Grund dafür sei, dass Hausärzte in einem verpflichtenden Primärversorgungssystem zusätzliche zeitintensive Aufgaben übernähmen.
„Neben der medizinischen Einschätzung, der umfassenden Diagnostik, der fallabschließenden Versorgung und dem strukturierten Medikationsmanagement steuern sie die Patientinnen und Patienten gegebenenfalls in eine weiterführende Versorgung und koordinieren somit diagnostische und therapeutische Maßnahmen“, so die Delegierten.
Diese Steuerungs- und Koordinationsleistungen seien zeit- und personalintensiv, anspruchsvoll und bislang in der bestehenden Vergütungsstruktur nicht ausreichend abgebildet.
Die Delegierten weisen daraufhin, dass die hausärztliche Steuerung unnötige Doppeluntersuchungen und Fehlsteuerungen sowie unnötige Krankenhausaufenthalte vermeide.
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