KV Niedersachsen erweitert Beratungsangebote zur Telematikinfrastruktur

Hannover – Eine Infoaktion zur Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) in Praxen hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen initiiert. Nach der Freischaltung einer Info-Website, einer Telefonhotline und Informationsveranstaltungen in den KV-Bezirksstellen informiert die Ärzteorganisation ihre rund 14.700 Mitglieder jetzt mit einer flächendeckenden telefonischen Beratungsaktion.
Ziel ist, den Mitgliedern Informationen zum Anschluss an die TI anzubieten und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. „Wir vermitteln Informationen zu den technischen Komponenten und der Finanzierung“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch heute in Hannover. Die gesetzlich vorgegebene Einführung der TI in allen Arztpraxen bis Ende 2018 habe bei den Mitgliedern zu einer starken Verunsicherung geführt. Es gebe viele Fragen rund um die Einführung der neuen technischen Komponenten.
Der KV-Vorsitzende wies daraufhin, dass der Ausbau der Mitgliederberatung ein Strategieziel des Vorstandes sei. „Wir werden die persönliche, am Bedarf der Mitglieder ausgerichtete Beratung niedersachsenweit anbieten und ausbauen. Dies gilt besonders für den Bereich der Telematik. Dazu haben wir einen neuen Bereich eHealth-Koordinierung im Unternehmensbereich Beratung etabliert“, sagte Barjenbruch.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat unterdessen erneut dafür geworben, den Zeitplan für die Ausstattung und Anschluss der Praxen an die TI zu verlängern. Wichtig sei außerdem, die finanzielle Förderung für die Erstausstattung der benötigten Geräte zu erhöhen.
„Ursprünglich waren ohnehin zwei Jahre für den technischen Rollout der TI vorgesehen. Die Schuld, dass dieser Zeitraum immer weiter zusammengeschrumpft ist und die Fristen nicht eingehalten werden können, liegt nicht bei den Ärzten, sondern es ist der Markt, der aktuell nicht ausreichend liefern kann“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel Ende vergangener Woche in Berlin.
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