KV Niedersachsen will mehr Geld für IT-Sicherheit in Praxen

Hannover – Die Krankenkassen sollen die zusätzlichen Kosten tragen, die bei der Aufrüstung von IT-Sicherheitssysteme in Arztpraxen entstehen. Dafür setzt sich die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ein.
Die Delegierten verlangten am vergangenen Wochenende eine Gesetzesänderung, die Krankenkassen verpflichtet, diese zusätzlichen Kosten zu tragen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die KVN sollten dies zudem in die Honorarverhandlungen einbringen, forderte die VV. Die Delegierten vertreten die Auffassung „der große Vorteil der Digitalisierung liegt vor allem bei den Patienten und bei den Krankenkassen“.
Die Vertreterversammlung forderte die KBV zudem auf, zusammen mit der KVN für eine zusätzliche Honorierung der sprechenden Medizin einzutreten. „Die aktuelle Reform des einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) sollte die sprechende Medizin fördern.
Aufgrund der Forderungen der Krankenkassen auf Punktsummenneutralität werden viele, vor allem große, grundversorgende Praxen, die sprechende Medizin ausüben, bis zu neun Prozent ihres Honorars verlieren und nicht wie versprochen mehr Honorar für die sprechende Medizin erwirtschaften können“, kritisierten die Delegierten. Auch in diesem Punkt regen sie eine gesetzliche Initiative an.
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