KVWL-Vorstand stützt Ampelpläne für Gesundheitsregionen

Köln – Der neue Anlauf der Ampelkoalition, die ambulante Medizin durch Gesundheitsregionen zu verbessern und solche innovativen Versorgungsformen zu stärken, wird vom Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) positiv aufgenommen.
„Gesundheitsregionen mit ihrer regional zwischen allen Beteiligten abgestimmten Versorgung zu stärken, ist eine sehr gute Idee“, sagte heute Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beim Gesundheitskongress des Westens (GdW) in Köln verwies er auf die Vorreiterrolle der Niedergelassenen. Ärzte und Psychotherapeuten hätten in vielen Regionen in Westfalen-Lippe seit Beginn der 1990er-Jahre vorgelegt und bislang 24 anerkannte Praxisnetze gegründet.
„Alle bisherigen Initiativen haben allerdings den Frust gemeinsam, dass es zwar viele gute Ideen gab, die zum Teil auch in erfolgreichen Modellprojekten umgesetzt wurden. Sie sind am Ende aber nur selten in dauerhafte regionale Verträge und schon gar nicht in die Regelversorgung übernommen worden“, so Schrage kritisch.
Nun gelte es im Bund, „Nägel mit Köpfen zu machen“ – Gesundheitsregionen müssten, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, in Verträge mit den Krankenkassen münden. So könne man gemeinsamen Initiativen von Ärzteschaft, stationären Einrichtungen und Kommunen eine Perspektive geben.
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