Politik

Landärztequote in Brandenburg geplant

  • Dienstag, 24. März 2026
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Potsdam – Brandenburgs neue Landesregierung will an der Medizinischen Universität Lausitz eine Landärztequote einführen, um die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen nachhaltig zu sichern. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde heute vom Kabinett beschlossen und soll nun dem Landtag zugehen.

Er sieht vor, dass zunächst zehn Prozent der Erstsemester-Studienplätze der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL CT) an Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach ihrem Studium für zehn Jahre als Hausärzte in unterversorgten Regionen des Landes tätig zu werden.

„Mit der Landärztequote gehen wir einen entscheidenden Schritt, um die medizinische Versorgung in allen Regionen Brandenburgs zu sichern“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Unsere neue Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus verbindet künftig exzellente Ausbildung mit sicherer Versorgung auf dem Land.“

Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) erklärte: „Für eine gute, zukunftsfeste Gesundheitsversorgung in unserem Land brauchen wir neue Medizinerinnen und Mediziner für die ländlichen Regionen Brandenburgs.“

Landarztpraxen sicherten nicht nur die medizinische Grundversorgung. Sie seien auch soziale Anlaufpunkte. Die Bevölkerung werde immer älter, während gleichzeitig viele Hausärztinnen und Hausärzte in den Ruhestand gingen.

Nicht von der Neuregelung betroffen ist die von kommunalen und gemeinnützigen Trägern betriebene Medizinische Hochschule Brandenburg. Hier finanzieren die Studierenden ihr Studium mit Studiengebühren selbst. Allerdings erhalten sie häufig Stipendien, die dann etwa eine Facharztausbildung in einem bestimmten Krankenhaus als Bedingung vorsehen.

Ergänzt wird die Landärztequote durch die Vergabe von Stipendien an Studierende der Humanmedizin im Rahmen des so genannten Landärzteprogramms und weitere Förderaktivitäten der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB).

benl

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