Länger, aber in schlechter Gesundheit leben: Morbiditätslücke seit 1990 um zwei Jahre vergrößert

Seattle – Die Morbiditätslücke – also die Zahl der Jahre, die Menschen in schlechter Gesundheit leben – hat sich seit 1990 in nahezu allen Ländern vergrößert. Wohlhabendere Länder weisen dabei die größten Lücken auf, so die Ergebnisse einer in The Lancet Public Health publizierten Studie (2026; DOI: 10.1016/S2468-2667(26)00098-8). Wie Forschende um Simon Hay, University of Washington, Seattle, berichten, betrifft das vor allem Frauen.
„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass künftige Zugewinne für die Gesundheit der Bevölkerung nicht nur daraus entstehen werden, dass Menschen länger leben, sondern auch daraus, dass sie gesünder leben“, wird Letztautor Christopher Murray von der University of Washington School of Medicine in einer Pressemitteilung zitiert.
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