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Lieferengpass: Vimkunya nur mit anderer Beschriftung verfügbar

  • Montag, 19. Oktober 2026
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Langen – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) meldet einen Lieferengpass für den Reiseimpfstoff Vimkunya, der Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren vor durch das Chikungunya-Virus verursachten Erkrankungen schützt. Es sind aber in französischer und schwedischer/finnischer Sprache gekennzeichnete Packungen Vimkunya in Deutschland verfügbar.

Diese Produkte sind nach Angaben des PEI pharmazeutisch identisch mit dem in deutscher Sprache gekennzeichneten Produkt und unterscheiden sich lediglich in den Packmitteln.

Der in französischer beziehungsweise schwedischer/finnischer Sprache gekennzeichnete Impfstoff wird mit einer Packungsbeilage in deutscher Sprache geliefert, die mit einem Band an der französischen Verpackung befestigt ist.

Außerdem bietet das PEI die deutschsprachige Packungsbeilage sowie die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels zum Download an.

Vimkunya ist ein Virus-Like-Particle (VLP)-Impfstoff auf Basis rekombinanter DNA-Technologie und gehört damit zur Gruppe der inaktivierten Impfstoffe.

„Da VLP kein virales genetisches Material enthalten und sich nicht replizieren können, sind sie nicht infektiös und sicher. Der Impfstoff kann daher nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung auch bei Personen mit Immundefizienz, in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingesetzt werden“, informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) über den Impfstoff.

In Deutschland sind zwei Impfstoffe gegen Chikungunya zugelassen: der VLP-Impfstoff Vimkunya, zugelassen für Personen ab zwölf Jahren, sowie der Lebendimpfstoff Ixchiq, der nur im Alter von zwölf bis 59 Jahren angewendet werden soll.

Ixchiq basiert als attenuierter Lebendimpfstoff auf einem abgeschwächten, vermehrungsfähigen Chikungunya-Virus. Er ist für Personen mit Immundefizienz, in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

„Da nach der Marktzulassung insbesondere bei Personen über 60 Jahren vermehrt schwerwiegende Ereignisse nach der Impfung auftraten, soll der Impfstoff derzeit nur bis zu einem Alter von 59 Jahren angewendet werden“, informiert das RKI über Ixchiq.

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