Politik

Linke will Abgabe von Medikamenten in Apotheke vor Ort besser vergüten

  • Freitag, 9. Januar 2026
/picture alliance, KEYSTONE, CHRISTIAN BEUTLER
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Berlin – Die Bundestagsfraktion der Links-Partei hat zum Jahresauftakt eine Reihe von Anträgen beschlossen, dazu gehören auch Pläne, die Apotheken vor Ort zu stärken. Nach Plänen der Linksfraktion sollen Apotheken vor Ort je Packung eine bessere Vergütung von 9,50 Euro erhalten.

Derzeit berechnet sich der Apothekenabgabepreises über einen Festzuschlag von drei Prozent des Arzneimittels zuzüglich 8,35 Euro. Hinzu kommen zusammen 41 Cent zur Förderung des Notdienstes und weiterer pharmazeutischer Dienstleistungen.

Statt mit Rabattverträgen soll die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittel „in der Arzneimittelpreisbildung gewährleistet werden“, denn weder die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte noch die Apotheken sollten viel ihrer Zeit darauf verwenden, die günstigsten Präparate auszuwählen, heißt es von der Links-Fraktion.

Für die 15 Millionen Kinder und Jugendlichen in Schulen und Kindertageseinrichtungen fordert die Linke ein „kostenfreies und leckeres Mittagessen“ nach Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, möglichst aus regionalen und pflanzlichen Zutaten.

Zudem kündigte Fraktionschefin Heidi Reichinnek einen „Sozialgipfel“ mit Gewerkschaften und Verbänden an, bei dem Bürger ihre Lage schildern sollen. „Die Menschen haben sich so sehr daran gewöhnt, dass alles immer schlechter wird, und wir wollen zeigen, dass es auch besser werden kann, und zwar für alle“, sagte sie.

„Das heißt, ganz konkret: Senkung der Lebensmittelpreise, bezahlbare Mieten, gerechte Löhne und gerechte Renten, die armutssicher sind, Krankenkassen- und Pflegekassenbeiträge, man sich auch leisten kann und eine Mobilität für alle“, sagte ihr Co-Vorsitzender Sören Pellmann.

may/afp

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