Luftsicherheitsbehörde legt Vorschläge für strengere medizinische Untersuchungen von Piloten vor
Köln – Als Reaktion auf den Germanwings-Absturz im März 2015 hat die europäische Luftsicherheitsbehörde Easa Vorschläge zur strengeren medizinischen Überprüfung von Piloten vorgelegt. Die Anfangsuntersuchungen und auch die wiederkehrenden Untersuchungen sollten verstärkt werden, teilte die Behörde heute in Köln mit.
Dabei sollen unter anderem auch Drogen- und Alkoholtests inbegriffen sein. Bei psychiatrischen Erkrankungen sollen die Nachfolgeuntersuchungen verbessert werden. Die Vorschläge sind Grundlage für Entscheidungen der EU-Kommission.
Über schärfere Kontrollen wird diskutiert, nachdem ein Germanwings-Pilot im vergangenen Jahr ein Passagierflugzeug in den Alpen zum Absturz gebracht hatte. Dabei riss er 149 Menschen mit in den Tod. Nach dem Absturz wurde bekannt, dass der Pilot jahrelang unter Depressionen gelitten und deswegen auch Ärzte aufgesucht hatte.
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