Medizin

Luxation prothetischer Hüftgelenke hat traumatische Folgen

  • Montag, 22. Dezember 2014

Köln – Arthrose der Hüftgelenke ist eine schmerzhafte, degenerative Erkrankung, die auch die Beweglichkeit einschränkt. In einer Operation können die Gelenke durch Endoprothesen ersetzt werden, wodurch die Schmerzen verringert und die Mobilität und Lebensqualität verbessert werden können.

Kommt es bei den Endoprothesen jedoch zu einem Auskugeln oder Verrenken des Hüftgelenkes ­– einer sogenannten Luxation – führt dies bei den Betroffenen häufig zu Verletzungen und belastet das Vertrauen in das Kunstgelenk. Je nach Trauma ist es sogar notwendig, die Prothesen zu wechseln. Jens Dargel et al. betonen in einer aktuellen Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 884–90), wie relevant deshalb die Vorsorge von Luxationen ist und welche Risiken zu beachten sind.    

Bei circa einem von fünfzig Patienten, die das erste Mal ein Kunsthüftgelenk erhalten, kommt es zu einer Luxation. Bei Prothese, die in einer Revisions- oder Wechsel­opera­tionen behandelt werden mussten, ist sogar mehr als jeder vierte Patient (bis zu 28 Prozent) davon betroffen. Risiken dafür sind ein hohes Alter und neurologische Begleit­er­krankungen.

Darüber hinaus müssen die Patienten darauf achten, bestimmte Bewegungen – wie beispielsweise tiefes Beugen – zu vermeiden, da dies ein Auskugeln/Verrenken des Kunsthüftgelenkes begünstigen. Weitere Risiken ergeben sich durch die Operations­bedingungen: Fehlerhafte Position des Implantates, unzureichende Weichteilspannung und geringe Erfahrung  des Operateurs erhöhen das Risiko einer Luxation. Die Autoren empfehlen ein standardisiertes Vorgehen bei  Luxation der Hüftgelenkprothese anhand eines diagnostischen und therapeutischen Algorithmus.

mei

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