Malteser fordern mehr Geld für die Palliativmedizin
Köln – Die Malteser wollen das Ziel der Bundesregierung, die Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden zu verbessern, unterstützen. Gleichzeitig haben sie aber deutlich darauf hingewiesen, dass die im Entwurf zum Hospiz- und Palliativgesetz vorgesehene Finanzausstattung für eine angemessene Sterbebegleitung und ein Sterben in Würde nicht ausreicht. Sie haben deshalb dringend Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf gefordert.
Nach Ansicht der Malteser sollen in Zukunft beispielsweise Kinder, die Mutter oder Vater verlieren werden, die gleiche finanzielle Unterstützung erhalten wie Familien, deren Kinder unter einer tödlichen Krankheit leiden. Zudem sollte für Altenpflegeeinrichtungen mehr Geld für Rekrutierung und Ausbildung von Personal mit Kompetenzen in der Sterbebegleitung bereitgestellt werden. Darüber hinaus greift der Organisation zufolge das Gesetz bei der Sterbebegleitung in Krankenhäusern zu kurz.
„Um alle sterbenden Krankenhauspatienten angemessen medizinisch zu behandeln, aber auch um das Personal adäquat zu unterstützen, muss stärker in die palliative Kompetenz der einzelnen Stationen sowie der Krankenhäuser insgesamt investiert werden“, so die Malteser.
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