Marburger Bund fordert bessere Zeiterfassung in Kliniken
Hannover – Ein „transparentes und manipulationsfreies Arbeitszeiterfassungssystem in allen Abteilungen“ haben die Delegierten des Marburger Bundes (MB) gestern auf der 123. Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft in Hannover gefordert. Viele Krankenhäuser seien davon aber „noch weit entfernt“. „Mitunter werden die Regelungen bewusst missachtet, indem in manchen Fällen Ärzte zu nicht dokumentierter und damit kostenloser Mehrarbeit gedrängt werden.
Teilweise wird auch die Arbeitszeiterfassung so manipuliert, dass Arbeiten nach einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr dokumentiert werden“, kritisierten die MB-Delegierten. Kliniken verstießen dabei gegen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes. Für die betroffenen Ärzte sei dies zermürbend und finanziell nachteilig.
Der MB appellierten an die Ärzte in den Kliniken, die tatsächlich geleisteten Überstunden zu dokumentieren. Chef- und Oberärzte sollten eine wahrheitsgetreue Arbeitszeit-Dokumentation der nachgeordneten Ärzte unterstützen, forderten die Delegierten.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: