Marker im Urin decken Alkoholkonsum nach Lebertransplantation auf

Hamburg – Bei rund einem Drittel der Patientinnen und Patienten in der Langzeitnachsorge nach Lebertransplantation finden sich Hinweise auf Alkoholkonsum. Dies gilt insbesondere, wenn die Transplantation schon länger zurückliegt. Das zeigt eine beim Kongress Viszeralmedizin 2026 präsentierte Studie, für die direkte Alkoholmarker im Urin gemessen wurden (Abstract-Nr. KV 115; Zeitschrift für Gastroenterologie 2026; DOI: 10.1055/s-0046-1826580).
Unerkannter Alkoholkonsum nach Lebertransplantation könne gravierende Auswirkungen auf das Transplantat- und Patientenüberleben haben, so die Forschenden um Julia M. Grottenthaler von der Abteilung für Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie, Hepatologie, Infektiologie und Geriatrie am Universitätsklinikum Tübingen. Eine einheitliche Strategie zur Identifikation von Risikopersonen in der Nachsorge gebe es bislang jedoch nicht.
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