Medizinerinnen sollten Lebensweg aktiv planen

Regensburg – Die medizinische Fakultät Regensburg will Medizinerinnen dabei unterstützen, ihre berufliche und private Laufbahn gezielt zu planen. In Seminaren sollen die Frauen sich ihrer Lebenssituation bewusst werden und darauf aufbauend ihren Lebensweg planen.
Frauen sollten sich „bewusst und gezielt mit ihrem zukünftigen Werdegang auseinanderzusetzen. Zum einen fordern berufliche, familiäre und soziale Aktivitäten und Verpflichtungen ihren Tribut, zum anderen erfordert es auch Mut und Kraft, sich selbst und die eigene Lebensplanung bewusst zu reflektieren“, erklärt Marianne Federlin, Frauenbeauftragte der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg.
Hilfreich könne sein, „in einem geschützten Rahmen über den beruflich eingeschlagenen Weg nachzudenken, seinen eigenen Standpunkt zu definieren und die weiteren Schritte, die zur Umsetzung des Ziels notwendig sind, für sich zu planen“, betont Roswitha Happach, Leiterin Personalentwicklung des Universitätsklinikums Regensburg.
Hintergrund ist, dass zwar mittlerweile knapp zwei Drittel aller Medizinstudierenden in Deutschland weiblich sind, aber nach dem Studium nur knapp die Hälfte davon in der Patientenversorgung arbeitet. An Universität und Universitätsklinikum Regensburg sind die Medizinstudierenden zu 61 Prozent weiblich, im ärztlichen Dienst liegt der Frauenanteil allerdings bei nur 40 Prozent.
„Eine medizinische Karriere ist kein Kurzzeitprojekt, sondern will langfristig und gut geplant sein“, hieß es aus Regensburg.
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