Medizintechnik-Hersteller weiter optimistisch

Berlin – Ein Umsatzplus von vier Prozent erwarten die 1.160 deutschen Medizintechnikunternehmen in diesem Jahr. Der Gesamtumsatz läge dann bei 22,2 Milliarden Euro. Das berichtet der Branchenverband Spectaris. „Nach einem positiven ersten Halbjahr wachsen die Umsätze der deutschen Medizintechnikbranche vor allem durch ihr Auslandsgeschäft weiter“, sagte dessen Geschäftsführer Tobias Weiler.
Im Zeitraum Januar bis August 2012 erzielten die Firmen im internationalen Geschäft ein Plus von mehr als acht Prozent. Für das Gesamtjahr erwarten sie einen Anstieg des Auslandumsatzes um sechs Prozent auf dann rund 15 Milliarden Euro, was einer Exportquote von 67 Prozent entspricht.
Das Geschäft im Inland zeige sich dagegen verhalten. Nachdem der Umsatz in Deutschland in den ersten acht Monaten des Jahres um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau lag, gehen die Firmen für das Gesamtjahr 2012 von einer Stagnation aus. Der Inlandsumsatz entspräche dann mit 7,2 Milliarden Euro dem Ergebnis des Vorjahres.

„Während die deutschen Firmen im Ausland dank ihres exzellenten Rufes weiterhin gute Geschäfte machen, nimmt der Investitionsstau auf dem Leitmarkt Deutschland weiter zu“, kritisierte Weiler. Dabei helfe innovative Medizintechnik nicht nur den Patienten, sondern biete etwa durch die Optimierung von Prozessen in Krankenhäusern oftmals ein hohes Einsparpotenzial.
Auf das kommende Jahr blicken die Unternehmen optimistisch. Während sie im Inland mit einem schwachen Plus von rund einem Prozent rechnen, erwarten sie beim Auslandsumsatz eine Steigerung in der Größenordnung von fünf Prozent.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: