Vermischtes

Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa

  • Montag, 7. September 2026
/picture alliance, BSIP, CAVALLINI JAMES
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Solna – In Europa sind seit Beginn der Saison mehr als 1.000 Infektionen mit dem West-Nil-Virus bekannt geworden. Insgesamt wurden bis zum vergangenen Donnerstag in sieben europäischen Ländern 1.086 Fälle registriert, bei denen sich die Menschen vor Ort angesteckt hatten – sie hatten sich also nicht auf Reisen infiziert.

In den vergangenen Wochen nahm die Ausbreitung rasant zu: Anfang August waren erst 241 Fälle in sieben europäischen Ländern registriert – mittlerweile sind 15 Länder betroffen, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte.

Die meisten Fälle verzeichnen Italien (516), Griechenland (284; davon elf mit unbekanntem Ursprung der Infektion) und Spanien (88). In Deutschland sind zwei Fälle bekannt (Stand: 3. September). Auch die deutschen Nachbarländer Frankreich, die Niederlande und Österreich verzeichnen Fälle.

Insgesamt seien damit 144 Gebiete in Europa betroffen, hieß es weiter. 62 dieser Gebiete liegen in Italien. Die Behörde betonte jedoch, es handele sich nicht um eine umfassende Darstellung des Übertragungsgeschehens.

Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Nur etwa jede 100. infizierte Person erkranke schwer.

Das Virus werde hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen, so das RKI. Die Mücken könnten aber auch Menschen infizieren. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel komplikationslos aus, nur bei schwer erkrankten Patienten seien Spätfolgen relativ häufig.

dpa

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