Mehr als 200 Stipendien für neue Landärzte in Bayern vergeben

München – Das bayerische Gesundheitsministerium hat inzwischen mehr als 200 Stipendien an zukünftige Landärzte vergeben. „An dem Stipendienprogramm nehmen voraussichtlich bis zum Jahresende 204 Medizinstudierende teil“, sagte Ministerin Melanie Huml (CSU) heute in München.
Die Nachwuchsmediziner erhalten während des Studiums ein Stipendium von 600 Euro im Monat und verpflichten sich dafür, ihre Weiterbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und danach weitere fünf Jahre als Landarzt zu arbeiten.
Nicht nur Studenten werden vom Freistaat gefördert – auch ausgebildete Ärzte. Nach Angaben Humls wurden 488 Mediziner bei ihrer Praxisgründung auf dem Land mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. Darunter sind 395 Hausärzte, 32 Fachärzte und 61 Psychotherapeuten.
Voraussetzung dafür ist, dass sich die Mediziner in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnern niederlassen. Bei Kinder- und Jugendpsychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnern.
Bislang stellte der Freistaat nach Ministeriumsangaben 38 Millionen Euro zur Verfügung, um den Ärztemangel auf dem Land zu bekämpfen. „Diese wertvolle Investition wollen wir auch künftig beibehalten und sogar noch weiter ausbauen“, sagte Huml.
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