Politik

Neues Ausbildungsprogramm für künftige Landärzte in Bayern

  • Montag, 25. Juni 2018
/Bumann, stockadobecom
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München – Ein neues Ausbildungsprogramm und eine Förderung für künftige Land­ärzte hat das Bayerische Gesundheitsministerium zusammen mit der Technischen Universität (TU) München vorgestellt. Im Rahmen des neuen Programms namens „Beste Landpartie Allgemeinmedizin (BeLA)“ arbeiten die Kliniken in Dillingen, Mühl­dorf und Kösching als anerkannte Lehrkrankenhäuser der TU München mit den Hausarztpraxen in der Region zusammen.

„Mein Ziel ist, noch mehr junge Mediziner für die Arbeit auf dem Land zu gewinnen. Deshalb fördert das bayerische Gesundheitsministerium jetzt ein spezielles Ausbil­dungsprogramm für Landärzte mit rund 3,5 Millionen Euro. Damit wollen wir für junge Mediziner eine Brücke bauen für ihren Weg aus der Universität in die Landarztpraxis“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Stipendium von 600 Euro je Monat

Studierende erhalten im Rahmen des Programms ein monatliches Stipendium von 600 Euro, wenn sie sich im Gegenzug verpflichten, nach Abschluss des Studiums ihre Fach­arztweiterbildung für Allgemeinmedizin im Weiterbildungsverbund der Region zu absolvieren, in der die studentische Ausbildung erfolgt ist.

Die teilnehmenden Medizinstudierenden werden in den Lehrkrankenhäusern und Hausarztpraxen intensiv betreut. Das Förderprogramm umfasst außerdem zusätzliche Leistungen wie Wohnungsangebote, Projektarbeit oder Notdienstwochenenden, praxis­nahe zusätzliche Ausbildungsinhalte und eine Betreuung durch Mentoren. „Ziel ist es, den angehenden Ärzten während des gesamten Studiums eine enge Beziehung zum Fach Allgemeinmedizin und zu ländlichen Regionen zu vermitteln“, sagte Huml.

Das neue Programm führt das vom bayerischen Gesundheitsministerium bereits geförderte Ausbildungskonzept „AKADemie Dillingen“ fort. „Die Kreisklinik St. Elisabeth in Dillingen bildet seit fünf Jahren als anerkanntes akademisches Lehrkrankenhaus der TU München Medizinstudierende im Praktischen Jahr aus. Mit dem BeLA-Programm wurde das Dillinger Konzept weiterentwickelt“, erläuterte Huml. Laut dem Landesge­sundheitsministerium ist jeder dritte Hausarzt in Bayern über 60 Jahre alt.

Das neue Programm ergänzt bestehende Initiativen, um Mediziner für eine Tätigkeit in ländlichen Regionen zu begeistern. So hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns in diesem Jahr 105 Förderungen für Famulaturen in einer bayerischen Haus- oder Facharztpraxis auf dem Land ausgeschrieben. „Es ist für alle Beteiligten ein Gewinn, wenn Studierende schon frühzeitig eigene Erfahrungen in Haus- oder Fach­arztpraxen auf dem Land sammeln können“, betonte der Vorstand der KV, Wolf­gang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp.

hil

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