Mehr als 4.000 falsche Maskenpflichtatteste ausgestellt
Mannheim – Mehr als 4.000 Mal soll eine Ärztin ihre Patienten fälschlicherweise von der Maskenpflicht befreit haben.
Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft Mannheim nach eigenen Angaben vom vergangenen Freitag Anklage gegen die Medizinerin aus dem Rhein-Neckar-Kreis erhoben.
Für die Atteste habe sie jeweils fünf bis acht Euro gefordert. Seit Frühjahr 2020 sollen so 4.374 Atteste ausgestellt und an Interessierte gesendet worden sein. Auf diese Weise soll die Frau mehr als 28.000 Euro verdient haben.
Die Atteste bescheinigten, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für die Person unzumutbar sei, schrieb die Staatsanwaltschaft. Sie seien ohne eine ordnungsgemäße medizinische Untersuchung ausgestellt worden. Einer Angestellten der Praxis wird vorgeworfen, der Ärztin bei den falschen Attesten geholfen zu haben.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: