Mehr als die Hälfte der Ärzte in Rheinland-Pfalz 50 Jahre oder älter

Mainz – 13.404 der 25.025 Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz sind 50 Jahre oder älter, das entspricht 54 Prozent. Die Altersverteilung belege, vor welchen Herausforderungen die Gesundheitsversorgung im Land stehe, sagte der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz (LÄK RLP), Günther Matheis.
Besonders in ländlichen Regionen müssten sich die Patienten auf weitere Wege in die Praxis einstellen, warnte er bei der Vorstellung der aktuellen Kammerstatistik. Sie zeigt auch, dass viele Ärzte im fortgeschrittenen Alter weiterarbeiteten – im Jahr 2025 waren es 2.506 der 5.669 über 65-Jährigen.
„Wir sind sehr dankbar, dass viele Medizinerinnen und Mediziner auch im Rentenalter beruflich aktiv sind und damit für die ärztliche Versorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz im Einsatz bleiben“, so Matheis.
Die Gesamtzahl der bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz registrierten Ärzte ist seit Ende 2024 um 2,4 Prozent gestiegen. Ende 2024 waren es 24.441, aktuell sind es 25.025. Die Zahl der im Land berufstätigen Ärzte im Jahr 2025 ist im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent gewachsen und betrug Ende vergangenen Jahres 20.758.
Aus der Ärztestatistik geht außerdem hervor, dass im ambulanten Bereich 8.399 Ärztinnen und Ärzte arbeiten, im Krankenhaus 9.785. In Behörden und Körperschaften arbeiten 1.009, 1.565 sind in sonstigen Bereichen tätig.
Der Anteil an ausländischen Ärzten hat sich seit 2005 etwa vervierfacht von 918 (2005) auf 3.671 (2025), was einem Anteil von 15 Prozent an der Gesamtärzteschaft in Rheinland-Pfalz entspricht. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Syrien, Rumänien sowie gleichauf Luxemburg und Georgien.
Die Landesärztekammer begrüßt das Ziel der voraussichtlichen Koalitionspartner in Mainz – CDU und SPD – mehr Medizinstudienplätze einzurichten. Matheis lobt in diesem Zusammenhang den im Koalitionsvertrag beschriebenen Zuwachs an Studienplätzen in Koblenz und Kaiserslautern, fordert aber: „Wir brauchen auch in Trier dringend die Einrichtung des vollen klinischen Studienabschnitts, also ab dem fünften Semester.“
Der Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz bietet im Augenblick je 30 Studierenden der Humanmedizin die Möglichkeit, das achte bis zehnte Fachsemester in Trier zu absolvieren. Ab dem Wintersemester 2025/26 wird das Studienangebot um das siebte Fachsemester erweitert. Außerdem können sie ihr Praktisches Jahr an Trierer Kliniken absolvieren.
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