Mehr Borrelioseerkrankungen in Brandenburg
Potsdam – Die Zahl der Borrelioseerkrankungen nach Zeckenbissen steigt in Brandenburg. Im vergangenen Jahr wurden 1.620 Fälle registriert und damit rund 70 mehr als 2016 (1.551), wie Brandenburgs Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Noch im September hatte es so ausgesehen, dass die Zahl unter der von 2016 bleiben könnte. Der Landkreis mit den meisten Borreliosefällen war erneut Potsdam-Mittelmark mit 241 (2016: 222), gefolgt vom Barnim mit 193 (2016: 189).
Bei den kreisfreien Städten sticht die Landeshauptstadt Potsdam hervor. Hier erhöhten sich die Fälle deutlich von 49 auf 113. Aber auch Brandenburg an der Havel war 2017 mit 101 Registrierungen vergleichsweise stark betroffen. Anders in Cottbus (11) und Frankfurt (Oder) (29). Hier gingen die Zahlen sogar noch zurück. Auch der Landkreis Teltow-Fläming war mit 19 Fällen vergleichsweise selten betroffen.
Borrelien sind bekanntlich Bakterien, die durch Zeckenstiche in den menschlichen Körper gelangen und dort zu Infektionen führen können. Das Vorkommen von Borrelien in Zecken schwankt nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts sehr stark. Nur ein sehr kleiner Teil der Infizierten (rund ein Prozent) entwickelt demnach Krankheitssymptome.
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