Mehr Fokus auf gesundheitliche Versorgung von Bundeswehrkräften legen

Mainz – Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ruft die Bundesregierung in einer Resolution auf, die gesundheitliche Versorgung von Soldaten stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Diese würden im Kriegsfall nicht nur in den Krankenhäusern der Bundeswehr, sondern auch in zivilen Einrichtungen versorgt werden.
„Das Niveau muss neben der Versorgung von komplexen Verletzungen und anderen Krankheitsbildern das Ziel der Rehabilitation der Soldatinnen und Soldaten haben, also der vollständigen Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten“, sagte Landesärztekammerpräsident Günther Matheis.
Bundeswehrangehörige litten nach Einsätzen unter anderem an Infektionen, Intoxikationen und posttraumatischen Belastungsstörungen.
„Eine Einsatzerkrankung oder eine Kriegsverletzung von Soldatinnen und Soldaten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigen, ist nichts anderes als eine Berufserkrankung oder ein Berufsunfall“, stellte Matheis klar.
Die Vertreterversammlung weist zudem auf bürokratische Hürden bei der Behandlung Bundeswehrangehöriger bei einem Arzt oder einer Ärztin im zivilen Bereich hin – unter anderem, weil Soldatinnen und Soldaten keine Versichertenkarte haben. Auch hier sei es nötig, Bürokratie abzubauen, fordern die Kammerdelegierten.
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