Vermischtes

Mehrheit für stärkere Regulierung von Influencern bei Ernährungsempfehlungen

  • Freitag, 23. Januar 2026
/Forewer, stock.adobe.com
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Berlin – Knapp drei Viertel der Menschen in Deutschland (72 Prozent) sind der Meinung, dass Influencer gesetzlich strenger reguliert werden sollten, wenn sie Produkte bewerben oder Ernährungsempfehlungen geben. Das zeigt eine Forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Die Verbraucherzentrale mahnt, Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel ganz zu verbieten.

Die Befragung hat gezeigt, dass gut ein Viertel der erwachsenen Verbraucher (26 Prozent) Social Media gezielt nutzt, um sich über Ernährung zu informieren. Davon haben mehr als ein Drittel (36 Prozent) mindestens einmal von Influencern beworbene Ernährungsprodukte gekauft. Die deutliche Mehrheit (72 Prozent) ist der Ansicht, dass Influencer strenger gesetzlich reguliert werden sollten, wenn sie Produkte bewerben oder Ernährungsempfehlungen geben.

„Ob fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel, die als Wundermittel dargestellt werden, oder Werbung für einen überzuckerten Energydrink – Influencerinnen und Influencer können das Essverhalten beeinflussen“, sagte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Junge Menschen seien dafür besonders empfänglich. Werbung für Ungesundes habe auf Social Media nichts verloren, so Pop. Influencern sollte daher verboten werden, für Produkte zu werben, die nicht den Nährwertkriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsprechen, also zu viel Zucker, Fett oder Salz enthalten.

„Wir sehen auch immer wieder, dass auf Social Media Nahrungsergänzungsmittel beworben werden, die speziell für Kinder sind. Auch das muss im Sinne des Kinderschutzes verboten werden. Denn viele dieser Mittel sind zu hoch dosiert und bergen Gesundheitsrisiken“, warnte Pop.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband regt an, bei der Lebensmittelüberwachung die sozialen Medien stärker in den Blick zu nehmen. Das sei aber aufwändig, daher die Überwachung sie finanziell und personell gestärkt werden, so die Forderung der Verbraucherschützer.

hil

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