Merck baut Geschäft mit mRNA-Technologie aus

Darmstadt – Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck baut sein Geschäft mit der mRNA-Technologie aus. Das Dax-Unternehmen teilte gestern mit, es habe die Übernahme der US-Biopharma-Firma Exelead für 780 Millionen Dollar (rund 687 Millionen Euro) abgeschlossen.
Zugleich kündigte Merck an, über zehn Jahre mehr als 500 Millionen Euro in die Technologiekapazitäten von Exelead zu investieren. Verkäufer war der italienische Pharmakonzern Essetifin.
Mit der Kompetenz des Unternehmens erreiche Merck einen Meilenstein auf dem Weg, einer der führenden Auftragsentwickler und -hersteller von mRNA-basierten Impfstoffen und Therapien zu werden.
Man wolle dabei die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. „mRNA ist eine vielversprechende Technologie mit großem Potenzial, das weit über COVID-19 hinausreicht“, sagte Matthias Heinzel, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung. „Wir werden weiter in diese Technologie investieren, um ihr Potenzial zu heben.“
Exelead ist unter anderem auf Lipid-Nanopartikel spezialisiert, einer Schlüsselkomponente für mRNA-Therapeutika, die auch bei der Bekämpfung von COVID-19 zum Einsatz kommen.
Merck beliefert bereits den Impfstoffhersteller Biontech mit dringend benötigten Lipiden für das Vakzin der Mainzer und des US-Konzerns Pfizer. Bereits Anfang 2021 hatte Merck den Hamburger mRNA-Spezialisten Amptec übernommen.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: