Merkel zu CO2-Reduktion: Gewaltige Anstrengungen nötig

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Blick auf eine Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes von einem Weg „mit gewaltigen Anstrengungen“ gesprochen.
Für das Ziel, bis 2030 mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen des Jahres 1990 zu reduzieren, sei „noch eine Vielzahl von weiteren Schritten notwendig“, sagte Merkel in ihrem vorgestern veröffentlichten wöchentlichen Podcast. Deutschland will seinen Treibhausgasausstoß bis 2030 um 55 Prozent senken, bis 2050 um 80 bis 95 Prozent.
Für eine erfolgreiche Energiewende habe die Bundesregierung bereits vieles auf den Weg gebracht, betonte Merkel. „Wir haben inzwischen die erneuerbaren Energien als den wesentlichen Bestandteil unserer Energieversorgung mit 38 Prozent. Das heißt, wir werden schon 2025 deutlich über den avisierten 40 bis 45 Prozent erneuerbare Energien in Deutschland liegen.“
Die Zahl bezieht sich auf die Stromproduktion in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne und Bioenergie. Der Anteil soll 2030 schon bei 65 Prozent und 2050 bei 80 Prozent liegen. Deutschland steigt gerade aus der Stromproduktion durch Atomkraft aus, die letzten Kohlekraftwerke sollen spätestens 2038 schließen.
Erstmals seit Längerem ist Deutschland im vergangenen Jahr beim Klimaschutz wieder vorangekommen: 868,7 Millionen Tonnen Treibhausgase wurden freigesetzt – das waren rund 41 Millionen Tonnen oder 4,5 Prozent weniger als 2017, wie aus der kürzlich vorgestellten Prognoseberechnung des Umweltbundesamtes hervorgeht.
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