Morbus Crohn: Top-Down-Behandlung vermeidet langfristig Operationen und andere Komplikationen

Cambridge/England – Der frühzeitige Einsatz eines TNF-Hemmers („Top Down“-Strategie) kann Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn langfristig besser vor Komplikationen bewahren und häufiger Operationen verhindern als die derzeit übliche langsame Eskalierung der Therapie („Step Up“-Strategie). Dies zeigen die 5-Jahres-Ergebnisse der britischen PROFILE-Studie, die jetzt in Lancet Gastroenterology Hepatology (2026; DOI: 10.1016/S2468-1253(26)00192-5) publiziert wurden.
Derzeit wird die Behandlung eines Morbus Crohn in einer „Step Up“-Strategie mit Glukokortikoiden begonnen, um den akuten Krankheitsschub zu stoppen, der zur Diagnose geführt hat. Danach schließt sich eine immunmodulierende Behandlung mit Azathioprin/6-Mercaptopurin oder Methotrexat an in der Hoffnung, dass weitere Schübe ausbleiben. Erst wenn die Entzündungsaktivität hoch bleibt oder weitere Schübe auftreten, wird eine zusätzliche Behandlung mit einem TNF-Hemmer eingeleitet.
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