Ärzteschaft

Neue S1-Leitlinie soll Diagnostik und Therapie des Afrikanischen Augenwurms verbessern

  • Freitag, 14. Juni 2024
/MQ-Illustrations, stock.adobe.com
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Berlin – Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat eine neue S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Afrikanischen Augenwurms veröffentlicht (Loiasis). Die Federführung lag bei der Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG). Mitgearbeitet hat zudem die Gesellschaft für Tropenpädiatrie und Internationale Gesundheit (GTP).

Der DTG zufolge ist die Loiasis die häufigste Humanfilariose bei Reiserückkehrern. Aufgrund der Komplexität der Erkrankung seien Diagnostik und Therapie der Erkrankung auch für Tropenmediziner oftmals eine Herausforderung. Zudem gebe es bisher keine internationalen Leitlinien zu diesem Thema.

Ziel der Leitlinie ist es laut DTG deshalb, Ärzten eine konkrete Hilfestellung zur Diagnostik, Klinik, Therapie und Prävention zu geben und so die Versorgung der Patienten zu verbessern.

„Die Loiasis ist sowohl diagnostisch wie auch therapeutisch eine höchst komplexe Erkrankung, sodass grundsätzlich nicht gezögert werden sollte, Kontakt mit einer spezialisierten tropenmedizinischen Einrichtung aufzunehmen, um sich für die bestmögliche Versorgung des einzelnen Patienten zu beraten oder solche Patienten auch direkt dorthin zu überweisen“, so die Studienautoren.

Da die Loiasis in aller Regel keine akut lebensbedrohliche Erkrankung darstelle und gleichzeitig die Therapie mit mitunter lebensbedrohlichen Risiken verbunden sei, gebe es für eine wohlüberlegte Diagnostik und Therapie beinahe immer ausreichend Zeit.

hil/sb

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