Neues WHO-Kollaborationszentrum am Universitätsklinikum Heidelberg

Heidelberg – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Abteilung „Infektions- und Tropenmedizin“ am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg zum „WHO-Kollaborationszentrum für neuartige Diagnostika für Infektionskrankheiten“ ernannt.
WHO-Kollaborationszentren haben die Aufgabe, die WHO strategisch zu begleiten und zu beraten. Hintergrund ist, dass die WHO selbst keine eigenen Forschungsstätten betreibt. Vielmehr greift sie auf die Expertise weltweit führender Einrichtungen der Gesundheitsforschung zurück. Die Aufgaben der Kollaborationszentren werden im Vorfeld mit der WHO vereinbart.
Das Heidelberger Zentrum soll für die WHO drei Aufgabenbereiche erfüllen: Es soll bewerten, inwiefern Tests, die Medizinerinnen und Mediziner zur Diagnose von Infektionskrankheiten benötigen, weltweit verfügbar, zugänglich, bezahlbar und wirksam sind und die Verfügbarkeit dieser Instrumente fördern.
Das Zentrum führt zweitens Studien zur Diagnostik von Infektionskrankheiten durch, wertet aber auch vorhandene Evidenz aus. Es unterstützt die Entwicklung von Leitlinien und definiert mit, welche Eigenschaften neue Diagnoseinstrumente haben sollten. Im Rahmen dieser Vereinbarung übernimmt das Zentrum zum Beispiel eine Evidenzsynthese zur Lungentuberkulosediagnostik.
Das Kollaborationszentrum unterstützt die WHO drittens dabei, die Entwicklung und Verfügbarkeit neuer diagnostischer Tests für Infektionskrankheiten systematisch zu beobachten und zu begleiten.
Die Leitung des Kollaborationszentrums liegt bei Claudia Denkinger, ärztliche Direktorin der Abteilung „Infektions- und Tropenmedizin“ am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, sowie der Molekularbiologin Seda Yerlikaya, Gruppenleiterin in der Abteilung „Infektions- und Tropenmedizin“.
Das Heidelberger „WHO-Kollaborationszentrum für neuartige Diagnostika für Infektionskrankheiten“ ist das 32. Kollaborationszentrum in Deutschland.
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