Politik

Neuverhandlungen zu Crivitzer Geburtsstation starten nächste Woche

  • Donnerstag, 12. Dezember 2019
Die Bürger in Crivitz hatten zuletzt vehement gegen die Schließung der Geburtsstation protestiert. /picture alliance, Bernd Wüstneck
Die Bürger in Crivitz hatten zuletzt vehement gegen die Schließung der Geburtsstation protestiert. /picture alliance, Bernd Wüstneck

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) will vor Beginn der Neuverhandlungen zur Zukunft der Geburtsstation in Crivitz der Stadt selbst Rede und Antwort stehen. Er werde morgen nach Crivitz fahren, um mit Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm zu sprechen, kündigte Glawe heute im Landtag in Schwerin an.

In der kommenden Woche werde er dann mit den Klinikbetreibern Gespräche führen. „Ich habe den Auftrag von der Ministerpräsidentin nachzuverhandeln. Das wird nächste Wo­che passieren“, sagte Glawe. Die entscheidende Frage sei, ob es gelinge, zehn Ärzte zu finden. Diese Anzahl sei nötig, um die Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe so­wohl in Parchim als auch in Crivitz erhalten zu können.

Glawe hatte zuvor Plänen des Mediclin Krankenhauses in Crivitz und der Asklepios Klinik Parchim (beides Landkreis Ludwigslust-Parchim) zugestimmt, ihre Abteilungen für Gynä­ko­logie und Geburtshilfe in Parchim zu bündeln. Das hatte nicht nur in Crivitz für massive Proteste gesorgt, weil es das Ende für die bei werdenden Müttern sehr beliebte Geburts­hilfestation bedeuten würde. Auch in der SPD/CDU-Koalition hatte Glawes Vorgehen für Turbulenzen gesorgt.

„Auch ich bin von der Entscheidung überrascht worden, und ich halte sie für falsch“, hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gestern vor der Kabinettssitzung deutlich gemacht. Glawe wurde beauftragt, zu einer anderen Lösung zu kommen, mit der die Ge­burtsstation in Crivitz erhalten wird.

In Crivitz und in Parchim, wo die Kinderstation dauerhaft durch eine ambulante Versor­gung ersetzt werden soll, sind weitere Bürgerproteste und Mahnwachen geplant. Morgen befasst sich der Landtag per Dringlichkeitsantrag mit dem Thema.

dpa

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