Niedersachsen: Rot-Grün will mehr Patientenschutz
Hannover – Die niedersächsische Landesregierung soll die Sicherheit von Patienten in Krankenhäusern weiter stärken. Ein Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen sieht dazu unter anderem Stationsapotheken in allen knapp 190 Krankenhäusern sowie ein anonymes Meldesystem in den Einrichtungen vor.
Hintergrund ist der Fall des Krankenpflegers Niels H., der mit einem Herzmittel mehrere Patienten umgebracht hat. Ein Sonderausschuss hatte im Juni einen Abschlussbericht mit Vorschlägen vorgelegt, wie das Risiko solcher Taten in Zukunft verringert werden kann.
„Da, wo die Arbeiten des Sonderausschusses enden, ist es nun unsere Aufgabe, die Empfehlungen des Abschlussberichts zu bewerten und umzusetzen“, sagte Sozialministerin Cornelia Rundt heute im Landtag. Als erste Maßnahme hatte die Landesregierung im Juli einen Beauftragten für Patientenschutz eingestellt. Die CDU-Fraktion kritisierte die Pläne. Unter anderem sei die Finanzierung der Stationsapotheken noch nicht geklärt.
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