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Norwegen: Neue Lunge für Mette-Marit, Zahl der Organspender rasant gestiegen

  • Mittwoch, 17. Juni 2026
/picture alliance, NTB Pool, Lise Åserud
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Oslo – Die schwer kranke norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat eine neue Lunge bekommen. Das teilte das norwegische Königshaus mit. Die Zahl der potenziellen Organspender in Norwegen ist seit ihrer Aufnahme auf die Warteliste für eine Lungentransplantation rasant gestiegen.

Am 5. Juni hatte der Palast in Oslo bekanntgegeben, dass Mette-Marit auf die Warteliste gesetzt wurde. Seitdem registrierten sich dem Bericht der norwegischen Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Stiftung Organspende in dem Land zufolge 12.000 Menschen als Organspender in dem Land. Das seien 180 Mal so viele wie im Monat davor.

Voraussetzung für die Aufnahme auf die Warteliste ist, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch etwa ein Jahr zu leben hätte. Die Kronprinzessin leidet an Lungenfibrose, die das Gewebe des Organs vernarben lässt und die Atmung erschwert. Im Alltag benutzte die Frau von Kronprinz Haakon (52) zuletzt ein Sauerstoffgerät.

Laut der Stiftung Organspende warten in Norwegen derzeit etwa 600 Menschen auf ein Spenderorgan. Die Warteliste für Lungentransplantationen ist nach Angaben des Lungenfacharztes Are Holm momentan relativ kurz.

In Norwegen gilt bei der Organspende grundsätzlich die Widerspruchslösung, das heißt, eine gestorbene Person wird automatisch zum Organspender oder zur Organspenderin, wenn sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Allerdings werden die Angehörigen stets mit in die Entscheidung einbezogen; diese können die Organentnahme ablehnen.

Die Transplantation bei Mette-Marit fand im Universitätskrankenhaus in Oslo statt. „Die Lungentransplantation ist so weit erfolgreich verlaufen“, zitierte das norwegische Königshaus Abteilungsleiter Arnt Fiane vom Universitätskrankenhaus.

Die Kronprinzessin werde jetzt für mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben müssen. Erst bei ihrer Entlassung sei das nächste Update zu erwarten. Ihr Mann, Kronprinz Haakon, werde sein Programm in nächster Zeit weiter anpassen, um seiner Frau beistehen zu können.

dpa

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