Ausland

Norwegen will Social-Media-Verbot für Kinder ausweiten

  • Dienstag, 20. Oktober 2026
/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Omar Marques
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Oslo – Im Zuge ihres geplanten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren will die norwegische Regierung auch den Zugang zu Spieleplattformen und Chatdiensten beschränken.

In ihrer derzeitigen Form könnten auch die Videoplattform Tiktok, der Messengerdienst Snapchat und der Gaming-Anbieter Roblox unter das Verbot für Unter-16-Jährige fallen, erklärte Familienministerin Lene Vagslid. „Wir möchten, dass sie ebenfalls erfasst werden.“

Die sozialdemokratische Regierung hat angekündigt, bis Ende des Jahres einen Gesetzentwurf vorzulegen, der ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige vorsieht.

Dabei sollen insbesondere Plattformen erfasst werden, die „durch ihre Gestaltung, ihre Funktionen oder ihre Inhalte ein Risiko für die emotionale, kognitive Entwicklung oder die Gesundheit von Kindern oder für deren Sicherheit darstellen“.

„Es gibt heute Plattformen, die sich als Spiele ausgeben – in Wirklichkeit sind sie aber voll mit Funktionen wie algorithmischen Empfehlungssystemen und illegaler, auf Kinder abzielender Werbung“, sagte Vagslid zu ihren Plänen. Es sei dann Sache der Anbieter, eine Altersüberprüfung einzuführen, um sicherzustellen, dass keine Unter-16-Jährigen die Plattformen benutzten.

Australien hat als erstes Land weltweit im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das es Anbietern untersagt, Kindern Accounts zur Verfügung zu stellen.

In der Europäischen Union (EU) bemühen sich mehrere Länder, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Onlinediensten einzuschränken. Deutschland plant eine Übergangsregelung, die Kinder unter 13 Jahren grundsätzlich von sozialen Netzwerken ausschließen soll.

afp

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