Parodontitis: Assoziation mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer eindeutiger

Dallas – Der Beweis, dass eine verbesserte Zahnhygiene vor Herz-Kreislauf-Ereignissen schützen kann, steht nach einer aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahme der American Heart Association noch aus. Allerdings haben zahlreiche epidemiologische Studien in den letzten Jahren bestätigt, dass Menschen mit einer chronischen Parodontitis häufiger einen Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgen einer Atherosklerose erleiden. Für die Assoziation gibt es auch plausible Erklärungen, heißt es in der Stellungnahme in Circulation (2025; DOI: 10.1161/CIR.0000000000001390).
Die klinische Beobachtung, dass viele Menschen mit atherosklerotischen Erkrankungen eine schlechte Mund- und Zahnhygiene haben, wird durch neuere Studien gestützt. Eine Metaanalyse im Journal of Dental Research (2020; DOI: 10.1177/0022034520952401) ermittelte auf der Basis von 57 Studien mit 5,71 Millionen Teilnehmenden, dass eine Parodontitis das Sterberisiko durch eine koronare Herzkrankheit mehr als verdoppelt (Risk Ratio 2,58, 95-%-Konfidenzintervall [2,20; 3,03]) und das Sterberisiko durch einen Schlaganfall mehr als verdreifacht (Risk Ratio 3,11 [2,42; 3,98]).
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