Ärzteschaft

Kardiologen und Zahnärzte wollen gegen erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko durch Parodontitis vorgehen

  • Donnerstag, 8. Dezember 2022
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Berlin – Neben den bekannten Risikofaktoren erhöht auch eine Parodontitis das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte. Der Bundesverband der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wollen jetzt gegensteuern.

„Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparates, ist eine sogenannte stille Krankheit, die anfangs symp­tomlos verläuft und damit im Verborgenen sehr viel Unheil anrichten kann“, sagte Romy Ermler, Vize­präsidentin der BZÄK.

„Es gibt mittlerweile signifikante Belege für den Zusammenhang von Parodontitis und verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deshalb begrüßen wir die Kooperation“, sagte der BNK-Bundesvorsitzende Norbert Smetak. Das frühzeitige Erkennen und die Behandlung einer Parodontitis seien wichtige Präventionsmaß­nahmen, um Allgemeinerkrankungen entgegenzuwirken, die im schlimmsten Falle zum Tod führen könnten, zum Beispiel über eine Entzündung der Herzklappen.

Deshalb sei es wichtig, im Patientengespräch auch nach der Zahngesundheit zu fragen – dies könne einen wichtigen Impuls zur Abklärung einer möglichen Parodontitis geben, so Smetak. Patienten sollten im Gegen­zug eine Parodontitisdiagnose dem Hausarzt oder dem Kardiologen mitteilen.

Die beiden Organisationen weisen darauf hin, dass eine Parodontalerkrankung auch das Risiko für Blut­hoch­druck steigern könne.

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