Patienten nehmen für Qualität längere Wege in Kauf
Hamburg – 85 Prozent der Patienten würden längere Anfahrtswege zum Krankenhaus auf sich nehmen, wenn sie dadurch eine höhere Qualität bei der Behandlung erhalten. Das zeigt eine Befragung von 815.000 Krankenhauspatienten der Techniker Krankenkasse (TK). Lediglich 15 Prozent wollten „eher nicht“ oder „auf gar keinen Fall“ eine längere Anfahrt in Kauf nehmen, teilte die TK mit.

Die Umfrage zeigte auch, dass es bei der Mobilität in den verschiedenen Altersstufen nur wenige Unterschiede gebe. Während sich bei jungen Krankenhauspatienten im Alter bis 29 Jahren 89 Prozent der Befragten sehr fahrfreudig zeigten, waren es bei den 30- bis 59-Jährigen 90 Prozent und bei den Befragten in der Altersklasse 60 Jahren und mehr 80 Prozent.
Kritik gab es von den Patienten an der schlechten Vorbereitung auf die Klinikentlassung. 21,7 Prozent und damit mehr als jeder Fünfte gab an, dass er sich auf die Weiterbehandlung nach dem Krankenhausaufenthalt schlecht vorbereitet fühlt.
Dennoch haben die Kliniken laut TK in der Umfrage im Durchschnitt sehr gut abgeschnitten. Bei den Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit hätten sie durchschnittlich 81 (von 100 möglichen) Punkten erreicht. Auch bei der Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis gaben die Patienten ihren Krankenhäusern 79,7 von 100 möglichen Punkten.
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