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Pflegebedürftige mit Beratung der Pflegekassen zufrieden

  • Mittwoch, 22. Juli 2026
/shurkin_son, stock.adobe.com
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Berlin – Rund 87 Prozent der Versicherten sind mit der Pflegeberatung ihrer Pflegekasse zufrieden. Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2023 ist das ein Anstieg der Zufriedenheit um fast fünf Prozent. Das zeigte eine Evaluation, die das IGES-Institut im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes (GKV) erstellt hat.

„Die Pflegekassen haben erneut unter Beweis gestellt, dass sie Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erfolgreich zur Bewältigung der Pflegesituation beraten“, sagte Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, gestern.

Seit dem Anfang 2009 hat jede pflegebedürftige Person in Deutschland einen Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen.

Sie zielt darauf ab, Personen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten sowie Personen, die einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt haben, eine umfassende Unterstützung zukommen zu lassen. Auf Wunsch einer Person, die Anspruch auf eine Pflegeberatung hat, erfolgt die Pflegeberatung auch für Angehörige und weitere Personen.

Der Evaluation zufolge ist die telefonische Beratung mit einem Anteil von 43 Prozent ein wesentlicher Pfeiler der Beratungsstruktur. Obwohl mittlerweile mehr als ein Viertel der Beratungsstellen videogestützte Beratungen anbieten, werden diese mit Nutzungsraten von unter einem Prozent bisher kaum in Anspruch genommen.

Grundsätzlich werden Pflegebedürftige von ihrer Pflegekasse über das Beratungsangebot informiert. Dennoch ist rund einem knappen Drittel die Pflegeberatung nach eigenem Bekunden nicht bekannt.

Insbesondere bei Menschen mit einer Migrationsgeschichte ist der Informationsstand laut der Evaluation geringer und sie nehmen Beratungen seltener in Anspruch. Zudem stoßen sie häufiger auf sprachliche oder kulturelle Barrieren. „Diese Lücken bei der Bekanntheit und Nutzung des Angebots gilt es zu schließen“, hieß es aus dem GKV-Spitzenverband.

Der GKV-Spitzenverbandes legt dem Bundesministerium für Gesundheit alle drei Jahre einen Bericht über die Pflegeberatung und Pflegeberatungsstrukturen vor. Die aktuelle Evaluation kombiniert Daten der amtlichen Statistik mit Befragungen von Versicherten, Pflegekassen und Beratungspersonen.

hil

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