Pflegekräfte der Charité treten erneut in den Warnstreik

Berlin – Pflegekräfte der Universitätsmedizin Charité legen heute und Freitag erneut ihre Arbeit nieder. Der Warnstreik beginne am Morgen um sechs Uhr und ende mit Ende der Nachtschicht am Samstagmorgen, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen seien die Standorte in Wedding, in Mitte und in Steglitz.
„Wir registrieren eine sehr hohe Streikbereitschaft“, so Neunhöffer. Verdi rechne mit 700 bis 900 Streikenden. Die Beschäftigten hatten bereits Anfang September gestreikt. Diesen Freitag sei um 15.00 Uhr eine Kundgebung geplant, bei der unter anderem Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp sprechen soll.
Nach Angaben der Charité werden planbare Behandlungen während der Streiktage abgesagt und OP-Kapazitäten eingeschränkt. Die Klinik bittet Patientinnen und Patienten um Verständnis.
Die Pflegekräfte streiken nach Verdi-Angaben für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Entlastungstarifvertrags, der die Personalausstattung und einen Belastungsausgleich für Arbeiten in Unterbesetzung regelt. Dieser hat aus Sicht von Verdi die Arbeitsbedingungen an der Charité verbessert.
Die Charité hat diesen Tarifvertrag zum 31. August gekündigt. Die Verhandlungen über eine Fortsetzung des Tarifvertrags waren bisher nicht erfolgreich.
Laut Charité drohen bei der Umsetzung der Gewerkschaftsforderung ein Stellenabbau in anderen Berufsgruppen und eine Verschlechterung der Patientenversorgung.
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