Vermischtes

Pfleger in Schleswig-Holstein häufig krank

  • Montag, 23. Juli 2018
/Kzenon, stock.adobe.com
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Kiel – Der Krankenstand ist in Schleswig-Holstein leicht gesunken und liegt nur noch etwas über dem Bundesdurchschnitt. Wie die Barmer heute mitteilte, entfielen im nördlichsten Bundesland 2017 auf jeden Erwerbstätigen 17,81 Fehltage und damit 0,23 weniger als im Jahr zuvor. Der Krankenstand fiel um 0,6 Punkte auf 4,88 Prozent, während er im Bundesschnitt um 0,2 Punkte auf 4,82 Prozent sank.

„Zurückzuführen war der etwas niedrigere Krankenstand insbesondere auf den leichten Rückgang der Arbeitsunfähigkeitstage bei den zwei bedeutendsten Krankheitsgruppen Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen“, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Bernd Hillebrandt.

Den höchsten Krankenstand aller Berufsgruppen hatten in Deutschland im vergan­genen Jahr Bus- und Straßenbahnfahrer mit 33 Fehltagen und einer Quote von 9,10 Prozent. Es folgten Altenpfleger mit 31 Tagen und 8,40 Prozent. In den Pflegeberufen führten oft vor allem Faktoren wie Arbeitsbelastung und Arbeitsorganisation zu krankheitsbedingten Ausfällen, sagte Hillebrandt.

„Das fängt bei starren hierarchischen Strukturen und Defiziten in der Führung an und hört bei unregelmäßigen Diensten, Schicht-, Nacht- oder Bereitschaftsdiensten noch lange nicht auf.“ Wer ständig auf Abruf lebe und keine ausreichenden Erholungsphasen bekomme, müsse ja krank werden.

dpa

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