Polnische Sozialarbeiter sollen Obdachlosen in Berlin helfen
Berlin – In Berlin kümmern sich seit Kurzem polnische Sozialarbeiter um Obdachlose aus ihrem Land. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gebe es nun erste Kontakte zu den Helfern, teilte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) heute mit. Sie machte deutlich, dass der Berliner Senat Wert auf Absprachen legt, die es bislang noch nicht gibt.
„Wir möchten, dass wir uns an einen Tisch setzen und darüber sprechen, was man machen kann“, sagte sie. Daher habe sie einen Brief an die polnische Botschaft geschrieben. Die Unterstützung sei willkommen, aber: „Die Spielregeln für den Umgang mit Wohnungslosen in dieser Stadt bestimmen immer noch wir.“
Vor etwa einem Monat hatte die polnische Botschaft bestätigt, dass das Parlament in Warschau Geld freigegeben hat, mit dem die karitative Stiftung Barka bis zu sechs Sozialarbeiter für Berlin anstellen kann. Diese sollen die polnischen Obdachlosen in erster Linie dazu bewegen, in ihre Heimat zurückzukehren.
Über die Zahl der Obdachlosen in Berlin gibt es keine offizielle Statistik. Fachleute gehen von 4.000 bis 10.000 Menschen aus. Ein Teil von ihnen ist aus mittelosteuropäischen Staaten in die deutsche Hauptstadt gekommen. Ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben haben sich aber nicht erfüllt. Nach Schätzungen der polnischen Regierung leben in Berlin bis zu 2.000 Polen ohne festen Wohnsitz.
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